Job weg – was nun?

Es ist bereits vielen passiert doch die Furcht davor ist immer noch sehr groß: Sie wurden gekündigt und haben Ihren Job verloren und ein neuer Arbeitsplatz ist noch nicht in Sicht.  Leicht lässt sich ein Rauswurf nie verschmerzen. Wer die Firma verlassen muss ist oft wütend und enttäuscht. Nun heißt es einen kühlen Kopf zu bewahren und sich die Frage zu stellen: Wie geht es weiter?

Vorab sei schon einmal gesagt: Arbeitslosigkeit kann jeden treffen und ist durchaus auch keine Schande. Dennoch fallen viele Menschen in ein tiefes Loch und kommen nur sehr schwer wieder heraus. Das Niveau der Lebenszufriedenheit sinkt oft, man ist niedergeschlagener und ist häufig trauriger oder freudloser. Doch der Jobverlust ist noch lange keine Ausrede um dauer deprimiert zu sein. Wir haben Tipps zusammengefasst rund um das Thema Arbeitslosigkeit und was man vor allem nach einer Kündigung erledigen sollte.

Welche Schritte sollte ich nach einer Kündigung einleiten?

Der erste Weg sollte zum Arbeitsmarktservice (AMS) führen. Dort haben Sie die Möglichkeit, Arbeitslosengeld zu beantragen bzw. können sich wenn noch eine Kündigungsfrist vorhanden ist, auch frühzeitig arbeitslos melden (sobald Sie wissen, wann Ihr Arbeitsverhältnis endet).

Wie hoch ist mein Arbeitslosengeld?

Wieviel Arbeitslosengeld Sie erhalten hängt natürlich davon ab, welchem Beruf Sie bis dato nachgegangen sind. Mit welchen Geld Sie rechnen können erfahren Sie im Internet unter dem AMS-Rechner.

Wann erhalte ich Arbeitslosengeld?

Wenn Sie alle Voraussetzungen erfüllen, bekommen Sie Arbeitslosengeld ab dem Tag, an dem Sie die Unterstützung beim AMS beantragen jedoch frühestens am ersten Tag nach Ende des Beschäftigungsverhältnisses.

 

Wie kann ich wieder neuen Mut aufraffen und mich der Jobsuche widmen?

  1. Seien Sie nicht nachtragend

Natürlich ärgert es immens, den Job verloren zu haben. Vermeiden Sie es jedoch trotzdem schlecht über den ehemaligen Arbeitgeber zu sprechen. Bleiben Sie fair und schieben Sie die Schuld nicht sich selbst in die Schuhe.

  1. Behalten Sie Ihre Nerven

Entspannen Sie und gewinnen Sie Abstand von Ihrem alten Job und Ihrem bisherigen Berufsleben. Vertrödeln Sie jedoch nicht die Zeit in einer Bar und bemittleiden sich selbst oder verlieren gar Ihre Nerven. Schmieden Sie stattdessen Pläne, halten Sie sich fit und blicken Sie nach vorne.

  1. Denken Sie an die Zukunft

Fokussieren Sie sich auf das, was kommen wird also einen neuen Job. Recherchieren Sie im Internet, aktualisieren Sie Ihre Bewerbungsunterlagen und beginnen Sie sofort nach der Kündigung mit der Jobbsuche. Zapfen Sie auch gleichzeitig Ihr Netzwerk an. Vielleicht ergibt sich ja die ein oder andere Chance. Dies lenkt auch ab bzw. hilft auch gleichzeitg abzuschließen und seine Kompetenzen zu erkennen.

  1. Halten Sie Kontakt zu den ehemaligen Kollegen

Brechen Sie nicht einfach den Kontakt ab, nur weil Sie und Ihre Kollegen nun getrennte Wege gehen. Bleiben Sie vielmehr up to date und tauschen Sie sich gegenseitig aus. Auch können Sie ggf. hierdurch wieder von neuen Jobmöglichkeiten erfahren.

  1. Machen Sie Weiterbildungen

Wenn feststeht, dass die Suche nach einem Job längere Zeit in Anspruch nehmen wird, sollten Sie daran denken für den Arbeitsmarkt attraktiv zu bleiben. Dies durch Fortbildung oder Zusatzqualifikationen. Zudem können Sie auch gleichzeitig die Arbeitslosigkeit zur Neuorientierung nutzen bzw. können durch eine Ausbildung Ihrer beruflichen Laufbahn einen neuen Weg geben.

  1. Machen Sie eine Bestandsaufnahme

Im Zuge Ihrer Arbeitslosigkeit sollten Sie ebenfalls eine Bestandsaufnahme Ihrer eigenen Fähigkeiten machen. Schreiben Sie auf, was Sie bisher gemacht haben und wo Ihre Kenntnisse stecken. Sprich: machen Sie sich klar, was Sie können und unterschätzen Sie sich dabei nicht. Dabei behilflich sein kann oft die Einschätzung von Freunden oder Kollegen.

  1. Bleiben Sie sich selbst treu und dem, was Sie wollen

Trotz der aktiven Arbeitssuche und der vielen Bewerbungsgespräche sollten Sie eines nie vergessen: Bleiben Sie sich selbst treu und bekommen Sie vor allem keine Torschusspanik. Machen Sie nicht den Fehler ein Arbeitsverhältnis zu beginnen nur um wieder einen Job zu haben. Selektieren Sie bewusst und bewerben Sie sich auch nur für Jobs, die Sie tatsächlich wollen. Niemanden bringt es schließlich etwas, wenn Sie einen Job machen, den Sie nicht mögen.